SEO Strategie von A bis Z (der komplette Guide)

AKTUALISIERT am 31. Juli 2020

Lesedauer ca. 32 Minuten

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KAPITEL 1:

Grundlagen der SEO-Strategie


Grundlagen SEO Strategie

Was ist SEO oder Suchmaschinenoptimierung überhaupt? Wie beginnt man mit der SEO-Strategie? Was macht ein SEO-Berater oder Manager überhaupt? Diese Fragen schauen wir uns jetzt an.

Was ist SEO?

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein Sammelbegriff aller Aktivitäten, die zu besseren Rankings und mehr organischen Traffic führen. Sind die Maßnahmen erfolgreich, zeigt sich das in einer höheren Sichtbarkeit.

SEO ist ein extrem vielseitiges Thema. Es gibt viele Möglichkeiten eine Website zu optimieren. Grob betrachtet gibt es 4 Erfolgsfaktoren:

Oft wird bei der angewandten SEO-Strategie nur ein Teil aller Maßnahmen berücksichtigt. Das spiegelt sich in geringem bis keinem Erfolg wider. Wird ein Faktor vernachlässigt, besteht die Gefahr Zeit und Ressourcen zu verschwenden.

Eine gute SEO-Strategie zusammen mit konsequenter Implementierung führt mittelfristig zu einer starken Traffic-Steigerung. Das wiederum führt zu mehr Anfragen, Leads, Käufen oder Downloads -also einem höheren Umsatz.

Organischer Traffic hat also das Potenzial einen entscheidenden Anteil am Unternehmenserfolg zu liefern. 

Was ist eine SEO-Strategie?

Definition SEO-Strategie

Die SEO-Strategie ist ein genauer Plan zur Umsetzung von SEO-Maßnahmen, mit dem Ziel mehr organischen Traffic für eine bestimmte Website zu generieren.

Was macht ein gutes SEO-Konzept aus?

Ein gutes SEO-Konzept ist stark abhängig von der genauen Zielsetzung des Websitebetreibers. Dabei muss zunächst der Kontext analysiert werden. Um welchen Website-Typ handelt es sich? Um welche Branche geht es?

Das ist wichtig zu bestimmen, weil die Anforderungen an den Suchmaschinenoptimierer unterschiedlich sind. 

Schauen wir uns das an zwei fiktiven Projekten an:

Projekt A:

Bei einem großen Onlineshop liegt die Priorität eher in technischen Aspekten und der UX (User-Experience). Bei so einem Projekt muss der Berater eng mit dem Entwicklerteam zusammenarbeiten und genaue Anweisungen ausarbeiten.

Projekt B:

Bei einem Informationsportal liegt der Fokus eher auf der OnPage-Verbesserung und der Erstellung von neuem Content.

Je nach Projekt werden also verschiedene Teilbereiche der SEO-Strategie priorisiert.

SEO Prioritäten

In der Tabelle lassen sich verschiedene Priorisierungen ablesen.

Der Weg von der Strategie zur erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung

Welche Schritte gibt es zur bei der Umsetzung der Strategie?

  1. Kontext Analyse
  2. SEO-Audit
  3. Bewertung der Probleme und Chancen anhand des Audits
  4. Umsetzung der Maßnahmen
  5. Tracking, Auswertung und Reporting
  6. Kontinuierliche Anpassung anhand der erzielten Resultate

Werden diese Maßnahmen qualitativ umgesetzt steht guten Rankings und einer hohen Sichtbarkeit nichts im Wege.

Das Fundament - der SEO-Audit

Bevor eine finale SEO-Strategie festgelegt werden kann benötigt es zunächst einen SEO-Audit. Das ist eine Überprüfung des aktuellen Stands in allen relevanten Bereichen.

Es werden Fragen wie: “welche technischen Probleme existieren auf der Website”, “was gibt es für Content-Lücken”, “wie gut ist die OnPage-Optimierung” oder “wie stark ist das Backlink-Profil” geklärt.

SEO Audit Checkliste

Ein SEO-Audit ist elementar, da die Ergebnisse als Fundament des SEO-Konzepts dienen.

Zusammenfassung (Grundlagen)

  • SEO verhilft zu mehr organischen Traffic
  • Für jede SEO-Strategie benötigt es zunächst einen SEO-Audit
  • Alle Bereiche der Suchmaschienoptiemierung bauen aufeinander auf

Jetzt schauen wir uns die vier Teilbereiche der SEO-Strategie im Detail an.

KAPITEL 2:

Technische Suchmaschinenoptimierung


Technical SEO

Was hat Technik mit SEO zu tun? Wie finde ich heraus, welche Probleme meine Website hat? Wie wird es korrekt umgesetzt?

Die technische Suchmaschinenoptimierung oder auch technical SEO genannt bildet den Grundstein der Seo-Strategie. Doch wofür ist es wichtig? 

Sind die technischen Aspekte der Website korrekt umgesetzt werden alle Webpages richtig indexiert und für Nutzer ordentlich bedienbar.

Was bedeutet indexiert? Die Suchmaschine hat die Page in die Suchergebnisse aufgenommen. Das ist der wichtige erste Schritt. Findet keine Indexierung statt, kann auch niemand die Seite finden. 

Es gibt aber noch keinen großen Zusammenhang mit dem Ranking, d.h. an welcher Position sich die Webpage für ein bestimmtes Keyword befindet. Allerdings wird hier die Voraussetzung für eine Top-Platzierung geschaffen.

Hauptziel von Technical SEO ist es also Pages zu indexieren, außerdem soll dem Besucher eine gute Erfahrung bereitet werden. Schließlich ist das Endziel jeder Website den Nutzer zu konvertieren, z.B. von Besucher zu Kunde oder von Besucher zu Newsletter-Abonnent.

Schauen wir uns jetzt die wichtigsten Punkte des technical SEO´s an.

Monitoring von Technical SEO

Um ein Einblick in das technische SEO zu bekommen ist es ratsam verschiedene Tools einzusetzen.

Absolut notwendig ist Google Analytics und Google Search Console. Ist das noch nicht eingerichtet, muss es schnellstmöglich nachgeholt werden.

Für den technischen Audit benötigt es einen sogenannten Crawl. Ein Crawl-SEO-Tool (wie z.B. Screaming Frog, Deep Crawl oder Sitebulb) analysiert die gesamte Website inkl. Unterseiten nach allen technisch relevanten Faktoren. 

Screaming Frog SEO Spider

Technische Probleme werden so schnell erkannt. Danach schauen wir uns an, welche Probleme uns Google in der Search Console offenbart. 

Search Console Coverage

In diesem Beispiel gibt es sehr viel Handlungsbedarf. Bei diesem Onlineshop existieren neben rund 25.000 Pages mit Serverfehlern (5xx) insgesamt knapp 10.000.000 Pages.

Der Großteil sind Duplikate oder Pages mit geringem Nutzen, die automatisch generiert wurden.

Darüber hinaus gibt Search Console Einblick in Pagespeed, Mobile Usability und vielem mehr. Gemeinsam mit Google Analytics lässt sich das organische Wachstum verfolgen.

Organischer Traffic Google Analytics

Das ist absolut essenziell! Es muss nachvollziehbar sein, ob die SEO-Maßnahmen erfolgreich sind. Es lassen sich also KPIs ablesen und erkennen, welche OKRs erreicht werden.

Schauen wir uns jetzt gemeinsam die wichtigsten technischen SEO-Aspekte an.

HTTP-Status Codes

Ein HTTP-Status-Code ist die Antwort vom Server auf eine Anfrage des Browsers. Das geschieht jedes Mal, wenn eine Website geöffnet oder aktualisiert wird. Der Server gibt einen dreistelligen HTTP-Status-Code aus.

Diese Codes zeigen an, ob alles okay ist oder irgendwelche Probleme auftreten. Warum ist das für SEO relevant? Weil hier potenziell viele Fehler entstehen. 

Oftmals existieren viele “Broken-Links”, also kaputte Verlinkungen. Die verlinkte Page existiert nicht mehr. Die Nutzer und die Suchmaschine werden in die Irre geführt. Der Statuscode 404 wird ausgegeben.

HTTP Status Codes

Korrekte Weiterleitungen (Redirects)

Redirects haben alle einen 3xx HTTP-Status-Code. 

Im Web werden häufig Pages verschoben, umbenannt oder gelöscht. Es ist für die SEO-Strategie wichtig, dass Weiterleitungen richtig gesetzt werden.

Jede Page kann deren Autorität (siehe z.B. Ahrefs UR) weitervererben. Dafür ist aber wichtig einen 301-Redirect einzusetzen. 

Ein häufiger Fehler ist das Einsetzen einer 302-Weiterleitung. Dieser Status Code zeigt eine temporäre Umleitung an. Dementsprechend wird die “SEO-Power” nicht übertragen. Es ist sinnvoll automatische Redirects mithilfe von Plugins oder ähnlich zu vermeiden.

Robot.txt

Die Robot.txt-Datei gibt den Webspiders bzw. Webcrawlern wie dem Google Bot spezifische Anweisungen. Es können bestimmte Teile der Website geblockt werden oder bewusst von der Indexierung ausgeschlossen werden.

Google Robot txt Test

Es macht wenig Sinn, diverse Verzeichnisse z.B. Login-Pages nicht zu blockieren. Andersherum passiert es immer wieder, dass wichtige Seiten auf Noindex oder Disallow gestellt sind und dementsprechend niemals auf Google gefunden werden können.

Die Robot.txt Datei lässt sich hier analysieren (GSC muss aber eingerichtet sein).

Sitemaps

Es gibt zwei Typen von Sitemaps. Meisten ist die sitemap.xml Datei gemeint. In dieser Datei sind alle Pages und Beiträge aufgelistet. Es ist auch möglich Medien-Dateien, Kategorie- oder Archiv-Seiten zu inkludieren.

Die Sitemap.xml ist ausschließlich für Web-Crawler gedacht, um neue URLs schnell zu entdecken und indexieren zu können.

Sitemap Search Console

Es kann Sinn machen, mehrere Arten von Sitemaps für verschiedene Content-Typen zu erstellen. Bei der Verwendung von Yoast für WordPress werden diese automatisch generiert.

Außerdem gibt es noch HTML-Sitemaps. Diese haben keinen direkten Effekt für die Suchmaschinenoptimierung, machen die Seitenstruktur für Nutzer aber besser verständlicher und verbessern die User-Experience

Gibt es verwaiste Pages auf der Website (also ohne einen einzigen internen Link) hilft es der Suchmaschine die Seite leichter zu finden und zu crawlen. Allerdings sollte es keine verwaisten Pages geben, die auch gleichzeitig indiziert werden sollen.

Duplicate und Thin Content

Was ist Duplicate Content?

Es gibt zwei Arten. Internen und Externen Duplicate Content.

Bei externem Content dreht es sich um klassische Duplikate, also Content von einer externen Person/Organisation. Dieser Content hat keine Chance gute Rankings zu erzielen und verstößt gegen das Urheberrecht.

Bei der Beauftragung von Copywritern sollte man deshalb vorsichtig sein und überprüfen, ob es sich um einen originalen Text handelt

Plagiatsprüfung Online Test

Die meisten Websites kämpfen aber mit einem ganz anderen Problem:

Interner Duplicate Content.

Vor allem bei Page mit geringem Text kommt es zu einem hohen Anteil. Das liegt daran, dass Footer und Header (und Sidebar, falls vorhanden) immer gleich sind.

Diese Pages mit Thin Content (wenig Inhalt, wenig Mehrwert) sind seotechnisch schlecht, sollten also entfernt, bearbeitet oder umstrukturiert werden.

Auch hierfür gibt es verschiedenen Möglichkeiten Duplicates zu finden. Zum Beispiel mit dem kostenlosen SEO-Tool Siteliner.

Duplicate Content Siteliner

Bei großem Seiten, z.B Online-Shops gibt es häufig viele Fehler.

Wenn Pages automatisch generiert werden, ist hier ein besonderes Augenmerk auf Duplicate Content zu richten. 

Mobile First

Der prozentuale Anteil an mobilen Traffic steigt von Jahr zu Jahr und liegt mittlerweile bei knapp 50 Prozent. Deshalb nutzt Google inzwischen primär den mobilen Crawl zur Indexierung. 

Das heißt auf Deutsch: Ist die Website nicht mobil optimiert ergeben sich starke Rankingeinbußen für alle Pages (auch auf dem Desktop)!

Mit dem eigens von Google veröffentlichten Test lässt sich die Mobilfreundlichkeit überprüfen.

Test auf Optimierung für Mobilgeräte

HTTPS / SSL-Zertifikat

HTTPS sollte mittlerweile Standard sein. Das sichere Internetprotokoll ist seit einigen Jahren Rankingfaktor. Zusätzlich ist es wichtig, um Daten verschlüsselt zu überbringen (z.B. bei der Übermittlung von Kontaktdaten). Hier droht bei fehlender SSL Verschlüsselung eine Abmahnung. 

Korrekte Canonical Tags/Href lang

Canonical Tags zeigen der Suchmaschine, welche URL die originale Quelle ist. Bei unique (einzigartigen) Content sollte der <tag> also auf die eigene URL zeigen.

Häufige Fehler treten bei der Verwendung von href lang-tags auf. Diese werden bei einer mehrsprachigen Version der Website verwendet, damit die Suchmaschine versteht, welche Version in einer bestimmten Region oder Browsersprache ausgeliefert werden soll.

Schauen wir uns das an einem kleinen Beispiel an:

Es gibt eine deutsche und eine englische Seite.

https://www.domain.com → englische Version

https://www.domain.de → deutsche Version


Im Quellcode der englischen Version sollte nun folgendes stehen:

<link rel= “alternate” href=”https://www.domain.de” hreflang=”de-de” />

<link rel= “alternate” href=”https://www.domain.com” hreflang=”en-en” />

<link rel= “canonical” href=”https://www.domain.com” />

Pagespeed - Ladegeschwindigkeit

Pagespeed ist ein sehr wichtiger Faktor. Dauert der Ladevorgang zu lange springen viele Nutzer ab, noch bevor die Webpage überhaupt aufgebaut ist. Es kommt zu Traffic-Verlusten.

Google nutzt den Pagespeed übrigens als direkten Rankingfaktor. Es gibt viele Tools, um den Pagespeed zu messen. Schauen wir uns zwei Möglichkeiten genauer an:

Googles eigener Test

Google Pagespeed Test

Google gibt direkt Verbesserungsvorschläge an. Diese können teilweise direkt umgesetzt werden. Viele Maßnahmen sind allerdings nicht 100-prozentig umsetzbar. Es besteht immer ein Konflikt zwischen Geschwindigkeit und UI (User Interface)

Eine Bewertung von 100 Punkten ist nicht realistisch, wenn z.B. mehrere Bilder und zusätzliches Javscript verwendet wird.

Dennoch lässt sich die Ladegeschwindigkeit von fast allen Websites stark verbessern.

Ein anderes gutes Tool ist:

Gmetrix

Gmetrix Waterfall

Bei Gmetrix gibt es auch die Möglichkeit Pagespeed-Potenziale zu erkennen. Besonders interessant ist aber der “Waterfall”. Hier sieht man genau, welche Datei wann und wie schnell geladen wird. 

Zusammengefasst ist der Pagespeed absolut elementar. Schnelle Verbesserung liefert ein Caching-Plugin, dass auch CSS und Javascript Dateien verkleinern und zusammenfügen kann für WordPress. 

Auch ist das Internetprotokoll HTTP/2 in der Lage für deutlich bessere Ladezeiten zu sorgen. Bei einer internationalen Website macht ein Content Delivery Network (CDN) viel Sinn. 

Javascript Rendering

Moderne Webseiten können vielfältige Probleme mit sich bringen. Oftmals haben die Entwickler nur beschränktes Wissen über SEO.

Javascript-Elemente werden immer häufiger eingesetzt. Das ist prinzipiell kein Problem. Es sollten aber keine internen Verlinkungen mit Hilfe von Javascript ausgeführt werden. 

In diesem Fall wird der Google Bot den Links wahrscheinlich nicht folgen. 

Zwar ist das Rendern von Javascript machbar, es verbraucht allerdings viel mehr Ressourcen als HTML. Demzufolge crawlt der Google Bot die Seite zunächst nur in HTML.

In der Folge kann es zu einer viel geringeren Indexierungsrate kommen.

Wie kann man herausfinden, wie die Seite ohne Javascript aussieht? 

Interne Links Java Script

Eine Möglichkeit ist das Tool "What would Javascript Do".

Man kann an diesem Beispiel (Screenshot) sehen, das Nike's Website diverse Links durch Javascript generiert. Das ist ein schönes Beispiel von “Bad Practice SEO”.

Eine gute Seitenstruktur

Die Seitenstruktur ist nicht nur für UX (User-Experience) wichtig. Für SEO spielt sie auch eine wichtige Rolle. Es muss für Suchmaschine und Nutzer deutlich werden, welche Pages besonders wichtig sind. Diese werden strategisch miteinander verlinkt.

Schauen wir uns das an einem (fiktiven) Beispiel an:

Für die Zahnarztpraxis Müller aus Regensburg soll eine neue Seitenstruktur gebaut werden.


Die Struktur soll wie folgt aussehen.

Seitenstruktur SEO

Die Servicepages sind die Dienstleistungen, mit dem größten Suchvolumen. Diese werden direkt im Header verlinkt. 

Diese stellen Oberbegriffe dar. Es gibt dafür weitere Vertiefungen. Diese werden hier als Hub bezeichnet.

Im nächsten Level gibt es dann zu den spezifischen Dienstleistungen mehrere Blog-Artikel, Fallstudien oder ähnliches. 

Umso größer der kommerzielle Wert einer Page, desto höher sollte sie angeordnet sein. Die Seitenstruktur ist also entgegen der Customer Journey ausgerichtet.

Sales Funnel

Die wichtigsten Seiten sind also nur einen Klick von der Homepage entfernt. Weniger wichtige Pages sind dagegen "tiefer" in die Website integriert.

Aber Achtung! Zu tief sollten keine Page in der Website sein, denn dann wird diese (für die Suchmaschine) schwieriger auffindbar.

Aber zurück zum Beispiel.

Wie würde die URL-Struktur nun aussehen?

Ebene 1: Homepage (hohe kommerzielle Intention) für Keyword [Zahnarzt Regensburg]

https://zahnarzt-müller.de/

Ebene 2: Dienstleistungen (mittlere kom. Intention)

https://zahnarzt-müller.de/zahnersatz/

Ebene 3: Hub (mittlere kom. Intention)

https://zahnarzt-müller.de/zahnersatz/zahnkrone/

https://zahnarzt-müller.de/zahnersatz/brücke/

https://zahnarzt-müller.de/zahnersatz/implantate/

https://zahnarzt-müller.de/zahnersatz/prothesen/

Ebene 4: Artikel (niedrige kom. Intention) - für jeden Hub können hier diverse Informations-Artikel geschrieben werden. z.B.:

https://zahnarzt-müller.de/blog/zahnkrone-kosten/

https://zahnarzt-müller.de/blog/zahnkrone-haltbarkeit/

Besonders sinnvoll ist es sogenannte “Breadcrumbs” einzusetzen. Dem Nutzer wird direkt klar, auf welcher Ebene er sich befindet, die Navigation verbessert sich und die gewünschten Sitelinks auf Google werden wahrscheinlicher angezeigt.

Zusammenfassung (Technical SEO)

  • Technical SEO ist das Fundament für alle weiteren Maßnahmen
  • Zur Analyse benötigt es die Search Console und mindestens einen Crawler
  • Technical SEO sorgt für die Indexierung und gute Nutzbarkeit der Website

Jetzt schauen wir uns an, was es heißt guten und relevanten Content zu produzieren.

KAPITEL 3:

Suchrelevanz - der optimale Content


SEO Content

Der richtige Content ist das Herz von SEO. Wenn dieser Faktor nicht stimmt wird kein Traffic generiert! Deshalb gehen wir jetzt die wichtigsten Punkte gemeinsam durch.

Das Ziel aller Suchmaschinen ist es dem Nutzer zu seiner Suchanfrage das beste Ergebnis zu liefern

Es besteht hier eine deutliche Abhängigkeit zwischen spezifischen Suchbegriffen (Keyword) und dem publizierten Content.

Ganz klar: Wenn jemand nach einer Eisdiele in der Nähe sucht, möchte er keine Teestube angezeigt bekommen. 

Achtung: Obwohl dieser Fakt in der Regel klar ist, wird er oftmals nicht angewandt. Damit dir das nicht passiert schauen wir uns jetzt an, wie genau man bei der Content-Erstellung und Optimierung vorgeht.

Die richtige Zielgruppe definieren

Wir schauen uns gleich an, wie man lohnende Themen findet. Doch zuerst muss folgende Frage geklärt werden: 

An welche Zielgruppe wenden wir uns eigentlich?

Das ist wichtig, um den gewünschten Leser mit den richtigen Inhalten anzusprechen. Im Ergebnis führt das zu einer höheren Conversion-Rate und somit zu mehr Umsatz.

Wir erstellen jetzt eine Zielgruppen-Persona, indem wir folgende Fragen beantworten:

  • Privatkunde oder Geschäftskunde?
  • Geschlecht?
  • Alter?
  • Bildung?
  • Einkommen?
  • Wohnort? Innerstädtisch oder auf dem Land?
  • Welche Wünsche hat die Person?
  • Welche Problem hat die Person?
  • Bedürfnisse?
  • Charaktereigenschaften?

Wenn das fertig ist, haben wir eine Persona kreiert, die dem typischen Kunden oder Klienten entspricht. Nun lässt sich die Qualität unserer Inhalte enorm steigern!

Keyword-Recherche und Suchintention

Google will dem Nutzer das Ergebnis mit der größten Relevanz anzeigen. Bevor es also an die eigentliche Erstellung des Contents geht, bedarf es einer detaillierten Keyword-Recherche.

Wie geht man das am besten an?

Am (fiktiven) Beispiel erklärt: Eine SAAS-Firma möchte ihre CRM-Software bewerben und verkaufen.

Zunächst stellt man sich die Frage: wie würde jemand nach meiner Dienstleistung/Produkt/Firma suchen? 

Welche Suchbegriffe würde der Nutzer in Google eintippen? 

Die Begriffe kann mit sich in einer einfachen Excel-Tabelle (oder Google Sheet) eintragen. Meine Keyword-Ideen trage ich jetzt in das Sheet ein.

Keyword Ideen Google Sheets

Jetzt möchte ich herausfinden, wie hoch das Suchvolumen für die einzelnen Keywords ist. Dafür nutze ich den Keyword-Explorer von Ahrefs (kostenpflichtiges SEO-Tool).

Suchvolumen Ahrefs

Es ist sehr wichtig einen ungefähren Überblick über das Suchvolumen zu haben. So lässt sich abschätzen, wie viel Aufwand in eine einzelne Page gesteckt werden muss.

Bei geringem Suchvolumen wird sich aufwändige Recherche, eigene Grafiken und tief greifender Content weniger lohnen, als bei einem hohen Volumen.

Natürlich gibt es unzählige Keyword Varianten, die mir bisher nicht eingefallen sind. Deshalb schaue ich mir jetzt Alternativen im Google Keyword Planner an:

Google Keyword Planer

Wenn kein Keywordplanner zur Verfügung steht lässt sich ein einfacher Überblick direkt am Ende der Google Suchanfrage erzielen:

Google Vorschläge

Jetzt schaue ich mir an, für welche Keywords die Top-Pages zusätzlich gefunden werden:

Konkurrenzanalyse SEO

Ich kenne jetzt lohnenswerte Keywords und relevante Begriffe die in meine Page mitaufgenommen werden sollten.

Doch auch die Suchintention muss beachtet werden!

Der ursprüngliche Plan war es ja, unser CRM System zu bewerben. Viele Personen würden jetzt den Fehler machen und eine klassische Produktpage zu erstellen.

z. B.: domain.de/crm-software 

Nur leider wird diese Produktpage für das Main-Keyword “CRM-Software” keine Chance haben auf Position 1 zu ranken! Sogar eine Platzierung auf der ersten Seite ist kaum vorstellbar.

Warum? Falsche Suchintention!

Wenn wir das Keyword in die Suchmaschine eingeben wird klar:

Suchanfrage Beispiel

Die Nutzer wollen keine Produktpage sehen. Stattdessen möchten sie einen Vergleich verschiedener Systeme oder einen Informations-Artikel über CRM´s sehen. 

Bei 6/10 Pages die auf der ersten Seite ranken handelt es sich um einen Vergleich verschiedener Tools.

Für unsere CRM Firma macht es also Sinn einen eigenen Vergleich zu erstellen. Natürlich wird das eigene Produkt im Test mit eingebaut und entsprechend beworben.

Relevanten Content erstellen

Wie gehen wir bei der Erstellung des Inhalts?

Nochmal zur Wiederholung: Die zu produzierende Page soll maximal relevant sein. Nur so haben wir eine Chance die Konkurrenz zu übertrumpfen.

Wie können wir den besten Content zum Thema produzieren? Wo können wir noch besser sein?

  • inhaltlicher Tiefe (Statt 20 CRMs testen wir 33)
  • Wortanzahl (wir legen 20 Prozent auf den Durchschnitt der Top 3 drauf)
  • besserer grafische Gestaltung 
  • zusätzliche Content-Formate (z.B. zusätzlich ein eingebundenes Video zum Thema)
  • verbesserter Aktualität (regelmäßiger Update des Content)

Generell sollte das Thema so detailliert wie möglich abgedeckt werden. Kurze - und schlecht recherchierte Texte haben kaum eine Chance zu ranken (das ist natürlich in Abhängigkeit zur Konkurrenz zu betrachten).

Nutzersignale verstehen und verbessern

Content ist nicht starr und bedarf regelmäßig ein Update. Hier geht Qualität vor Quantität. Es macht mehr Sinn wenige, dafür aktuelle und vollständige Beiträge zu haben, als viele Pages mit niedriger Qualität.

Aber, woher weiß ich, ob der Content gut bei der Leserschaft ankommt? Bei welchem Content lohnt sich ein Update?

Ich schaue mir zunächst auf Google Search Console an, wie die durchschnittliche Position der einzelnen Pages ist. Gerade bei Pages von Position 5 bis 20 lohnt sich ein Update in der Regel und führt schnell zu besseren Rankings.

Beiträge, die mehr als 2 Jahre alt sind sollten generell überarbeitet werden, damit die Aktualität weiter gegeben ist.

Mithilfe von Google Analytics (oder einem ähnlichen Tool) kann ich mir anschauen, wie hoch die durchschnittliche Sitzungsdauer und die Absprungrate ist. Bei schlechten Werten sollte der Content stark bearbeitet werden.

Google Analytics Verweildauer

Um Vergleichen zu können, was ein guter Wert ist,  benötigt es natürlich einen Benchmark.

Ein möglicher Weg ist es die Website der Konkurrenz mit Similar Web anzuschauen. So bekommen ich mindestens einen groben Anhaltspunkt.

Similar Web Benchmark

Außerdem kann man anhand der Wortanzahl abschätzen, wie lange es dauern würde den gesamten Text zu lesen. Bilder, Tabellen und Videos sollten auch in diese Statistik mit einberechnet werden.

Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Scroll Maps (wie z.B.) von Hotjar. Damit lässt sich analysieren, wie weit nach unten Nutzer scrollen. Es lässt sich erkennen, wo die meisten Nutzer abspringen. Ggf. lässt sich dieser Bereich jetzt optimieren,

Hotjar Scroll Map

Ist das Update vollzogen, lassen sich die Effekte auf Google Analytics nach einigen Wochen überprüfen.

Zusammenfassung (Content)

  • Es benötigt zunächst eine umfangreiche Keywordrecherche
  • Die Suchintention muss getroffen werden (sonst keine Rankings möglich)
  • Das Ziel ist es für dein Thema den besten Content zu produzieren

Jetzt schauen wir uns die sogenannte OnPage-Optimierung an!

KAPITEL 4:

Onpage Optimierung


On Page SEO Strategie

Jede Webpage hat zwei “Leser”: den Nutzer und die Suchmaschine. Damit auch Google & co. deine Inhalte versteht benötigt es die korrekte OnPage-Optimierung. 

Der relevante Content soll so optimiert werden, dass die Suchmaschine und der Nutzer besser versteht worum es geht.

Schauen wir uns nun die wichtigsten Faktoren an, die du direkt umsetzen kannst. (Das gilt übrigens nicht nur für neuen Content, sondern auch für alte Inhalte).

H-Tags

Bei H-Tags handelt es sich um eine HTML-Formatierung, die auf Überschriften angewandt wird. 

Es gibt folgende:

  • H1-Tag      <h1>"das ist ein Titel" </h1>
  • H2-Tag      <h2>"das ist eine Überschrift" </h2>
  • H3-Tag      <h3>"das ist eine Unterüberschrift" </h3>
  • H4-Tag      <h4>"das ist eine Unterüberschrift" </h4>
  • H5-Tag      <h5>"das ist eine Unterüberschrift" </h5>
  • H6-Tag      <h6>"das ist eine Unterüberschrift" </h6>

Die H-Tags sollen eine Hierarchie einführen.

Der Titel der Seite ist generell die H1,  weitere H1-Tags sollten nicht verwendet werden.

Stattdessen werden für die Zwischenüberschriften H2-Tags verwendet.

Müssen diese noch aufgegliedert werden wird die H3 verwendet. Das gleiche Prinzip gilt auch für H4 bis H6. Allerdings sind diese in der Praxis selten relevant.

Zur Verdeutlichung zeige ich dir jetzt ein gutes und ein schlechtes Beispiel.

So sollte die korrekte Struktur aussehen:

H-Tag Struktur

So sollte es nicht aussehen:

schlechte H-Tag Struktur

In diesem Beispiel sind die HTML-Tags nicht hierarchisch angeordnet. Die H3 kommt nach der H1. Das führt zu Missverständnissen beim Leser und der Suchmaschine.

Meta-Titel

Der Meta Titel ist die Überschrift, die der Nutzer in der Suchmaschine angezeigt bekommt.

Meta Titel

Es ist der erste Eindruck der Page. Ein guter Meta-Titel verhilft direkt zu mehr Klicks und somit zu mehr Traffic. Außerdem nutzt Google die CTR (Click-Through-Rate) als indirektes Rankingsignal. 

Es ist deshalb von absoluter Bedeutung, dass die Meta-Titel-Optimierung einen festen Platz in der SEO-Strategie hat. 

Sind einige Wochen ins Land gegangen lohnt es sich auf GSC (Google Search Consol) anzuschauen, wie hoch die CTR ist.

Um einen Vergleich anzustellen, muss man wissen, wie hoch die Durchschnittliche CTR je Position ist.

Eine gute Übersicht von Backlinko gibt es hier:

organische CTR

Rankt die Page auf Position 1, sollte die CTR zwischen 30 und 35 % liegen. Ist der tatsächliche Wert darunter angesiedelt, gibt es hier Potenzial der Verbesserung.

Meta-Description

Parallel zum Meta-Titel ist die Meta-Beschreibung in den organischen Suchergebnissen zu sehen. 

Meta Beschreibung

Auch diese Beschreibung gilt es zu optimieren (siehe hier).

Keyword-Verwendung

Das Hauptkeyword, sowie alternative Keyword-Varianten müssen im Text vorkommen. Wie soll Google sonst den Text mit dem gewünschten Keyword assoziieren?

Es gilt hier aber das Keyword nicht unzählige Male in den Artikel “reinzuspammen”. Es ist sogar möglich für “keyword stuffing” vom Google Algorithmus abgestraft zu werden.

Das Keyword sollte einige Male ganz organisch hier und dort im Text vorkommen. 

Viel wichtiger als die Häufigkeit ist die Platzierung im Content. Best Practices sind folgende:

  • Keyword im Titel (H1)
  • Keyword innerhalb der ersten 50 Wörter
  • Keyword in einigen Unterüberschriften enthalten (H2 und H3)

Gute URL´s

Der URL-slug, also das Ende der URL sollte das Keyword enthalten. Die URL sollte so kurz wie möglich gehalten werden.

Bei vielen CMS´s werden die URL´s automatisch vom Titel erstellt. So entsteht schnell eine lange und unübersichtliche URL.

Betrachten wir das an einem Beispiel:

Wir haben einen Text mit dem Keyword "Geld verdienen" geschrieben...

Eine gute URL wäre:

https://domain-name.de/geld-verdienen/

https://domain-name.de/blog/geld-verdienen/

Eine schlechte URL wäre:

https://domain-name.de/33-tipps-zum-schnell-viel-geld-zu-verdienen-und-das-ohne-kapital/

Die URL ist zu lang

https://domain-name.de/geld-tipps/

Keyword nicht in URL

https://domain-name.de/2020/02/17/geld-verdienen/

Datum in der URL ist nicht sinnvoll - Content soll dauerhaft gefunden werden

Bilder mit Alt Texts versehen

Zu jeder Page gehört nicht nur Text, sondern auch passende Bilder. Jedes Bild oder Foto sollte mit einem Alt-Tag versehen werden.

Alt Text SEO

Das hat zwei Vorteile: 

  1. Google versteht besser, worum es sich auf der Seite handelt und 

  2. Die Bilder werden auf der Google Bildersuche indiziert und können für zusätzlichen Traffic sorgen. Insbesondere für Online-Shops ist das enorm wichtig!

Interne-Verlinkungen

Alle Pages sollten zu thematisch passenden Unterseiten verlinken. Das sorgt dafür, dass der Nutzer einfach die Informationen findet, die er wirklich sucht. Außerdem reduziert es die Absprungrate!

Sehr wichtig ist es auch zu wissen, dass Google anhand der verlinkten Worte besser versteht, worum es im Text geht.

Schauen wir uns das an einem Beispiel an:

Eine Creative-Agentur hat eine Servicepage über Webdesign.

Beispiel URL: https://kreativefirma.de/webdesign/

Außerdem wurde jetzt eine neue Page erstellt, die sich speziell um Anwälte-Websites dreht.

Diese Seite soll jetzt im Text der Servicepage mit dem Keyword der neuen Seite verlinkt werden.

Im Text könnte also z.B. stehen: “Wir bauen schnelle, mobile-freundliche und vor allem kreative Websites für Anwälte, Künstler, Firmen, ...”

Die fett markierte Stelle im Text stellt den internen Link dar.

Strukturierte Daten /Schema

Eine oft vernachlässigte Onpage Optimierung ist die Verwendung von strukturierten Daten.

Was ist das? 

Das sind zusätzliche Informationen im Quellcode der Website, die dazu dienen Rich-Snippets zu generieren und das Verständnis der Seite verbessern.

Es gibt unzählige. Schauen wir uns ein paar wichtige an.

Produkt Bewertungen

Rich Snippet Produkt Bewertung

FAQ-Snippet

FAQ Snippet

Unternehmen (Organisation)

Firma Rich Snippet

Was gibt es alles für Typen von strukturierten Daten?  Die verschieden Typen findet man auf schema.org. Die einzelnen Typen kann man dann z.B. über JSON-LD einbinden.

Wenn alles erledigt ist, gilt es zu testen, ob die Implementation technisch sauber funktioniert. Google bietet dazu das folgende Testing-Tool an.

Testtool für Strukturierte Daten

Seit kurzem gibt es das Rich Snippet Testing Tool von Google. Es erfüllt prinzipiell die gleiche Funktion ist allerdings etwas Nutzerfreundlicher.

Zusammenfassung OnPage

  • OnPage SEO ist wichtig, damit die Suchmaschine deine Seite versteht
  • Die CTR sollte regelmäßig analysiert werden - Titel entsprechend anpassen
  • Die Optimierung sollte noch vor dem Veröffentlichen der Page stattfinden

Kommen wir nun zum letzten wichtigen Baustein der SEO-Strategie.

KAPITEL 5:

Autoritäts-Aufbau (Offpage-SEO)


Offpage SEO

Offpage-SEO ist der wohl am häufigsten diskutierte Bereich unter SEO´s. Fakt ist: ohne Autorität werden die meisten Optimierungen im Sande verlaufen.

Mittlerweile sollte klar sein, wie eine technisch korrekte Seite aufgebaut ist, wie relevanter Content erstellt wird und was in eine SEO-OnPage-Optimierung gehört.

Doch es fehlt noch ein sehr zentraler Bereich: die Offpage-Optimierung.

Stellen wir uns vor, es gibt für ein bestimmtes Keyword 20 Webpages, die alle sehr relevanten Content beinhalten. Wie soll die Suchmaschine jetzt das richtige Ranking erstellen?

Google und Co. nutzen Signale, die außerhalb der eigenen Website liegen, um die Autorität zu bestimmen.

Generell gilt: Desto höher die Autorität, umso wahrscheinlicher ein Top-Ranking (siehe Studie in Englisch hier)

Backlinks -das wichtigste Signal

Die wichtigste Möglichkeit Autorität aufzubauen sind Backlinks.

Man könnte sagen, das sind Empfehlungen von anderen Websites. Wenn diese auf fremde Webpages verweisen (verlinken) ist das ein Zeichen von Vertrauen und Relevanz.

Backlinks SEO

Backlinks sind relativ schwierig zu manipulieren, weshalb sie immer noch so eine große Bedeutung haben. 

Beim Backlink-Aufbau gilt es viele Fehler zu vermeiden.

Es gibt viele “Spam-Angebote” in diesem Bereich. Auf keinen Fall sollte man sich einfach billige Links von einem PBN kaufen. Die sogenannten “Private Blog Networks” sind rein dafür aufgebaut, um Links zu verkaufen. 


Google erkennt diese Seiten immer besser. Im besten Fall verpufft die Wirkung der Backlinks einfach, im schlimmsten Fall gibt es eine manuelle Abstrafung. Das lässt sich in der Google Search Console einsehen.

Auch sollte man Link-Broker vermeiden. Das sind Händler, die Links (mit Gastposts) von diverse Websites verkaufen.


Diese Websites sind in der Regel OK, dementsprechend können die Preise auch sehr hoch werden. Allerdings besteht immer die Gefahr, dass Google diese Websites irgendwann erkennt und im Algorithmus als Spam markiert. Die Folge Rankingverluste und verschwendetes Geld.

Konkurrenzanalyse SEO

Doch was macht eigentlich einen guten Backlink aus?

Es gibt verschiedenen Metriken, auf die geachtet werden sollten.

  • Thematische Relevanz - wenn die Website über das gleiche Thema schreibt, führt das zu mehr Relevanz
  • Domain Autorität - die Domain sollte eine hohe Autorität haben (also auch ein starkes Backlinkprofil besitzen)
  • Die Domain sollte ein hohes Traffic-Aufkommen haben
schwache Backlinks Ahrefs

Ein qualitativer Backlink schlägt tausende sehr schwache Backlinks. Es gilt hier auf jeden Fall, Qualität geht vor Quantität.

Welchen Ankertext sollte der Link haben?

Logischerweise ergibt es Sinn, wenn die verlinkten Worte dem Keyword entsprechen. Doch hier ist extreme Vorsicht geboten! 

Es ist sehr unnatürlich wenn diverse Domains “zufällig” genau mit dem Keyword verlinken. Google beobachtet das sehr genau und straft hier rigoros ab.

Doch wie baut man nun gute Backlinks auf?

Es gibt unzählige Möglichkeiten. Doch sie alle erfordern eine Sache - Outreach, also dem Kontaktieren von anderen Website-Betreibern. Verschiedenen Möglichkeiten zeigt Semrush hier.

Wichtig ist es nur einen genauen Plan (inkl. Vereinfachungen) zu haben, um White Hat Linkbuilding in großem Umfang durchzuführen. 

Social Signals

Was sind Social Signals?

Es sind Interaktionen von Nutzern mit dem Content einer Website. Zum Beispiel:

  • Teilen von Pages (Social Shares)
  • Likes
  • Kommentare
  • Pins

Können Social Signals die Autorität erhöhen?

Jein! Laut Google stellen sie keinen direkten Rankingfaktor dar. Studien zeigen aber eine klare Korrelation zwischen Social Signals und dem Ranking.

Auch gehört es zu den Standard Qualitätsfaktoren. Sehr guter Content wird gern geteilt und damit interagiert! 

Abhängig von Branche und Ressourcen ist abzuwägen, ob es sich lohnt viel Zeit in den Aufbau von Social Signals gesteckt werden soll. In vielen Fällen überschneidet sich das sowieso mit dem Brandbuilding.

Mit einer starken Marke gibt es den Vorteil, das Linkbuilng-Maßnahmen viel besser funktionieren. Zudem schreiben unabhängige Nachrichtenseiten regelmäßig über Brands.

Local SEO

Lokales SEO ist für örtlich begrenzte Firmen absolut essenziell. Die Kunden kommen hier zu einem großen Teil durch lokale Suchanfragen.

Die Optimierung des Google My Business Profils steht hier also an der ersten Stelle!

Google My Business

Bei lokalen Suchanfragen steht das “Google-Maps-Pack” an erster Stelle (nach den bezahlten Anzeigen).

Das macht viel Sinn.

Sucht man ein Restaurant finde man alle wissenswerten Infos auf einem Blick. 

Doch wie schafft man es eine Top-Platzierung zu erreichen? Zunächst gilt es alle SEO-Maßnahmen für die eigene Website anzuwenden. Dann muss natürlich ein Google My Business Profil erstellt werden.

Im Backend kann man dann alle Informationen eintragen. Hier gilt es nach Vollständigkeit zu streben.

GMB Backend

Ist das geschafft, gilt es Einträge in Branchenverzeichnisse aufzubauen. Diese gelten als ein sehr wichtiger Ranking-Faktor im local SEO.

Zusammenfassung (OffPage)

  • Ohne hohe (Domain)-Autorität sind kaum gute Rankings möglich
  • Der Backinkaufbau gehört zu jeder SEO-Strategie
  • Local-SEO ist das A und O von örtlich begrenzten Firmen

KAPITEL 6:

SEO-Strategie implementieren


SEO Strategie implementieren

Was sind die nächsten Schritte? Wie setze ich ein SEO-Konzept in die Tat um? Was gibt es noch zu beachten?

So da haben wir es. Die wichtigsten Teile der SEO-Strategie haben wir uns angeschaut. Vielleicht waren die ganzen Informationen etwas überwältigend. Im Endeffekt ist SEO aber kein Hexenwerk.

Es müssen die 4 Säulen (Technischer SEO, relevanter Content, Onpage und Offpage) stimmen. In der Realität ergeben sich die meisten Fehler durch veraltetes Know-How und vor allem durch fehlende Prozesse im Projektmanagement der SEO-Aktivitäten.

SEO ist in vielen Projekten Teamarbeit. Bei kleineren Projekten ist es möglich, dass eine Person für alle Teilbereiche verantwortlich ist. Es benötigt gute Templates und Automatisierungen, damit Zeit sinnvoll eingesetzt wird.

Auch benötigt es diverse SEO-Tools. Auch, wenn es viele kostenlose Angebote gibt, kommt man z.B. um ein kostenpflichtigen Backlinkchecker kaum herum.

SEO-Strategie in das gesamte Marketingkonzept einpassen

Ganz wichtig zu beachten sind realistische Erwartungen. SEO ist ein langwieriger Prozess. Ergebnisse sind (abhängig von der Konkurrenz) erst nach einigen Monaten zu erwarten.

Wer also denkt, es ist möglich innerhalb weniger Tage oder Wochen für bedeutende Keywords zu ranken sollte seine Ressourcen lieber anders investieren (z.B. in Google Ads).

Wird die SEO-Strategie aber langfristig angewandt kann ein enormes Potenzial an Traffic, Kunden und Umsatz erzeugt werden. Langfristig ist SEO wohl eins der besten Bereiche im Marketingmix. Nur auf Suchmaschinenoptimierung zu setzten, macht aber nur selten Sinn.

Eine wichtige Frage sollte sich gestellt werden: wie kann SEO helfen Geschäftsziele zu erreichen? Zur SEO-Strategie gehört auch ein Plan Nutzer in Kunden unmzuwandeln. Allein mehr Traffic zu generieren reicht noch nicht aus, ist aber ein guter Beginn.

SEO-Berater anheuern oder selber machen?

Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Wenn du wenig Budget, viel Zeit und einen starken Willen hast lassen sich SEO-Maßnahmen selbst umsetzen.

Für etablierte Unternehmen lohnt es sich meistens einen Berater oder eine SEO-Agentur zu engagieren. Selbst, wenn entsprechendes Wissen vorhanden ist fehlen oftmals optimierte Prozesse, um SEO effizient umsetzen zu können.

Das Stichwort hier ist der positive ROI (Return of Investment), den es zu erzielen gilt.

Ist die die Optimierung dauerhaft oder einmalig?

Die SEO-Optimierung beginnt mit dem Lösen von technischen Problemen der gesamten Website. Das ist letztlich eine einmalige Aufgabe. Allerdings sollte regelmäßig eine Überprüfung stattfinden, um z.B. kaputte Links zu identifizieren und zu ersetzen.

Die Content-Erstellung (inkl. Keywordrecherche und Onpage) ist ein langfristiger Prozess. Es besteht immer die Möglichkeit zu stoppen. Allerdings ist das Ziel jedes Unternehmens zu wachsen. Neue Potenziale auszuschöpfen benötigt andauernde Optimierung.

Für lokale Geschäfte, wie Handwerker, ist das aber nicht notwendig. Hier reicht eine einmalige Optimierung und die Erstellung von einigen Seiten. Das dauert in der Regel ein paar Monate (siehe dazu den Effekt der Google Sandbox).

Zusammenfassung des gesamten Beitrags

  • SEO bringt mehr Nutzer auf die Website
  • Zunächst benötigt es eine Analyse aller seorelevanten Aspekte 
  • Das SEO-Konzept muss die folgenden 4 Bereiche enthalten:
  • Technische Suchmaschinenoptimierung
  • Erstellung von relevanten Content (inkl. Keywordrecherche)
  • OnPage-SEO-Optimierung 
  • OffPage-SEO-Optimierung (vor allem durch Backlinkaufbau)
  • SEO benötigt Zeit, kann dafür exzellente Ergebnisse liefern 

So jetzt weißt du ganz genau was eine SEO-Strategie beinhaltet. Ich hoffe, du kannst einiges aus dem Beitrag mitnehmen und anwenden. Wenn es dir gefallen hat, du Anmerkungen oder Fragen hast schreib mir doch ein Kommentar. Ich bemühe mich zeitnah zu antworten.


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